Digitale Zwillinge als Live-Abbilder unserer Innenstädte

Hinweis: Leider muss diese Veranstaltung wegen Ausfällen von Referenten verschoben werden. Der Nachholtermin findet am 26. November statt!

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Diese Veranstaltung ist von der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen (AKNW) als Fortbildung anerkannt. Sie erhalten für Ihre Teilnahme 4 AKNW-Fortbildungspunkte

Diese Fortbildungspunkte werden in der Regel auch von den Architektenkammern in anderen Bundesländern anerkannt.

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Die Innenstadt-Akademie lädt herzlich zu einer spannenden Veranstaltung ein, die einen Blick in die Zukunft unserer Städte wirft: Digitale Zwillinge. Dieses zukunftsweisende Tool, das derzeit in aller Munde ist, ermöglicht die Erstellung digitaler datenbasierter Modelle, in denen ganze Städte und darin befindliche Prozesse detailgetreu abgebildet werden können.

Digitale Zwillinge sind dabei kein statisches Modell, ganz im Gegenteil: Durch die Anbindung an unterschiedlichste Daten und Dienste bieten Digitale Zwillinge ein enormes Potenzial. Verschiedenste Inhalte können integriert und mittels Echtzeit-Rückkopplung als Live-Abbilder unserer Innenstädte synchronisiert werden. In unserer Diskussion wollen wir uns u.a. diesen vielfältigen Anknüpfungspunkten städtischer Infrastruktur, Mobilität oder Planung widmen, aber insbesondere auch einen Blick auf die Erstellung und Herangehensweise an einen Digitalen Zwilling werfen, auf die Akteure und Ressourcen der Verwaltung sowie auf Datengrundlagen, Wissenstransfer und die Nutzung durch die Stadtgesellschaft. 

Angesichts der kontinuierlichen Weiterentwicklung der Digitalen Zwillinge sind die zukünftigen Anwendungsbereiche nahezu grenzenlos. Doch bereits heute stellen sich viele Fragen: Welche Schnittstellen sind für die Kommunen besonders interessant? Welche Erwartungshaltungen haben die Kommunen an einen Digitalen Zwilling, und gibt es Unterschiede in Abhängigkeit von ihrer Größe? Welche Mehrwerte versprechen sich Kommunen von einer Nutzung? Welche Voraussetzungen sind für eine erfolgreiche Umsetzung notwendig, und mit welchen Vorlaufzeiten ist zu rechnen, bis die Modelle tatsächlich genutzt werden können? Gibt es bereits erste Erfahrungen aus der Praxis, die interessierten Kommunen bei der Implementierung behilflich sein können?
Diese und weitere Fragen möchten wir gemeinsam mit Ihnen und Experten aus Theorie und Praxis erörtern: 

Teil 1: Einführungsvorträge

  • Digitale Zwillinge: Übersicht, aktuelle Entwicklungen und über die Vielseitigkeit von Anwendungsfällen
    IMORDE Projekt- & Kulturberatung 
  • Von Daten zu Erkenntnissen: Die Rolle der Digitalen Zwillinge in der Stadtentwicklung
    Caroline Walder, Advanced Digital Engineering, Arup Deutschland

Aus der Praxis:

  • „Digital vor Ort“: Der Digitale Zwilling in Herrenberg
    Urs Bassalla, Stadt Herrenberg (BW), Amt für Tiefbau und Entwässerung
  • Digitaler Zwilling Münchberg – ein neuer Ansatz der kommunalen Planung
    Christoph Gebhardt, Stadt Münchberg (B), Stadtbauamt – Klima und Umweltschutz
  • N.N. (angefragt)

Teil 2: Vertiefung in Kleingruppen

Szenario-Session: In der Regel beginnt der Aufbau eines Digitalen Zwillings mit einem testweisen Aufbau eines oder mehrerer Use-Cases. In unserer Szenario-Session möchten wir mit Ihnen genau solch einen Fall mit Unterstützung der Praxis-Expert:innen durchspielen. Teilen Sie uns in Ihrer Anmeldung gerne mit, welche Fragen, Themen und Use-Cases in Ihrer praktischen Arbeit gerade relevant sind und welche Sie gerne mit uns vertiefend bearbeiten möchten.

Je nach Teilnehmer:innenzahl richten wir 2-3 Kleingruppen in Break-Out-Rooms ein und arbeiten je Gruppe 1-2 Use-Cases durch. Die Referenten stehen hierfür z.T. ebenfalls noch zur Verfügung.

Beispielfragen für den Vertiefungsteil finden Sie weiter unten.
 

Teilnahmegebühr:

Mitglieder: Kostenfrei (Willkommensrabatt 5 % auf alle Mitgliedschaften bis 30. April 2024)

Nicht-Mitglieder: 370 € bei Einzelbuchung

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und eine anregende Diskussion!

Viele Grüße vom Team der Innenstadt-Akademie IMORDE

 

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Vertiefungsfragen:

Konzeption:

  • Was sind geeignete (einfache) Use-Cases, um sich in einer Stadt mit dem Aufbau eines Digitalen Zwillings auseinanderzusetzen?
  • Was soll ein Use-Case genau liefern? Was sind die Mehrwerte für die Nutzer:innen (Stadtgesellschaft? Verwaltung? Wirtschaft?)?
  • Welche Daten brauche ich, um die Aussagen treffen zu können, die benötigt werden? 
  • Wo kann ein Digitaler Zwilling in der Verwaltung verortet werden? Wer pflegt diesen?
  • Was verstehen wir unter einem kurzfristig aufzubauenden Digitalen Zwilling und was unter einem mittel- und langfristig gedachten Digitalen Zwilling? Welche Möglichkeiten bietet dieser in naher und ferner Zukunft?

 

Technische Seite:

  • Welche Daten sind absolute Grundlage für einen Digitalen Zwilling? Welche georeferenzierten Grundlagen werden benötigt?
  • Gibt es eine kommunale offene urbane Datenplattform (UDP)? Lohnt sich der parallele Aufbau solch einer UDP?
  • Welche Software-Umgebungen stehen zur Verfügung oder braucht es? Wie lässt sich damit auf welche Datenstrukturen zugreifen?
  • Welche Daten braucht es? Werden diese bereits erhoben? Wer besitzt die Daten? Wie können diese eingebunden werden (Schnittstellen?)?
  • Welche Qualität haben die Daten? Sind diese aktuell und gut aufbereitet?

 

Ressourcen:

  • Welche finanziellen und personellen Ressourcen braucht es, um einen ersten funktionsfähigen Digitalen Zwilling zu entwickeln? Wie viel Zeit nimmt dies in Anspruch?
  • Welche Ressourcen müssen eingeplant werden, um den Digitalen Zwilling auch weiterhin auszubauen und zu pflegen?
  • Welche Ressourcen werden durch die Nutzung des Digitalen Zwillings in der Verwaltung auch freigesetzt? Wo entstehen Benefits?

 

Kommunikation:

  • Wer nutzt den Digitalen Zwilling und wofür? Braucht es unterschiedliche Berechtigungsstufen für unterschiedliche Nutzer:innen?
  • Wie stellt sich die eigene Stadt mit dem Digitalen Zwilling auf? Wird es eher als internes Tool kommuniziert oder als offenes Instrument für eine Vielzahl an Bedarfen unterschiedlicher Nutzer:innen?
  • Spielt der Digitale Zwilling in der Politischen Kommunikation eine Rolle?
  • Kann und soll der Digitale Zwilling im Bereich Beteiligung genutzt werden?
  • Nimmt das Tool als ämterübergreifendes Instrument auch eine ämterübergreifende Rolle an?

 

Bild: AccuCities, CC BY-SA 4.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0>, via Wikimedia Commons