Innenstadt - grün und klimaadaptiv - Innenstadt als Schwammstadt?

Machen wir ein kleines Gedankenexperiment: Der Innenstadtraum der Zukunft, wie sieht dieser für Sie aus? Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit würden Sie ganz intuitiv auf ein Blatt Papier eine Park-ähnliche Situation mit Stadtbäumen, bunt blühenden Bepflanzungen oder nutzbaren Grünbereichen und Wohlfühloasen zeichnen – bei einer mündlichen Beschreibung mindestens das Attribut „grün“ mit anführen. Oder eventuell gleich die Vision einer „Schwammstadt“ beschreiben. Denn wir alle wissen: Unsere Städte müssen klimaresilienter werden, um künftig als gesunde Lebensorte bestehen zu können. Doch ganz blöd gefragt: Grüner?! Klimaadaptiv?! Umbau zur Schwammstadt?! Wie kann das unter dem Vorzeichen knapper Finanzmittel und Haushaltskassen überhaupt erfolgreich gelingen?
Urbanes Grün wird als ein wichtiger Faktor für eine zukünftige klimaresiliente (Innen-)Stadtentwicklung identifiziert. Denn multifunktional gestaltetes Stadtgrün kann dabei neben den positiven Auswirkungen auf die klimatischen Lokalverhältnisse in vielerlei Hinsicht eine Bereicherung für die Innenstädte und Ortszentren sein, erfordert aber parallel auch eine gute Planung sowie langfristige Pflegemaßnahmen. Auch die Frage nach dauerhaft leistungsfähigen Bewässerungsstrategien vor dem Hintergrund sich zuspitzender Wetterlagen für ein tendenzielles „Mehr“ an Stadtgrün beschäftigt die Planer*innen.
Insgesamt sind die Herausforderungen für die Kommunen noch groß und extreme Wetterereignisse erfordern innovative Herangehensweisen, auch im Hinblick auf den technischen Umbau unserer Städte und Gemeinden. Vor diesem Hintergrund sollen im Rahmen der Veranstaltung sowohl gestalterische als auch funktionale Aspekte des Themas gemeinsam erörtert werden.
 

Teil 1: Inhaltlicher Input & Praxisbeispiele

  • Einführungsvortrag: N. N.
  • Praxisbeispiel 1: Stadtbaumpflege in Essen (Stadt Essen)
  • Praxisbeispiel 2: Sommerzone und Klimawäldchen in Heilbronn (Grünflächenamt Stadt Heilbronn)
  • Praxisbeispiel 3: Schwammstadt Berlin-Rummelsburg (Regenwasseragentur Berlin)

     

Teil 2: Vertiefung in Kleingruppen
Je nach Teilnehmer:innenzahl werden Kleingruppen in Break-Out-Rooms eingerichtet. Diese Kleingruppen werden mit Unterstützung durch die Referent:innen durch Mitarbeiter:innen der Imorde Projekt- und Kulturberatung moderiert. Die Teilnehmer:innen haben hier die Möglichkeit, Themenanspekte vertiefend zu diskutieren sowie gemeinsam weiter zu erarbeiten. Mögliche Schwerpunktsetzungen für die Vertiefung werden rechtzeitig bekannt gegeben.

 

Teilnahmegebühr:

Mitglieder: Kostenfrei (Willkommensrabatt 5 % auf alle Mitgliedschaften bis 30. April 2024)

Nicht-Mitglieder: 370 € bei Einzelbuchung

 

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Vertiefungsfragen:

  • Wie kann „mehr Grün“ in unseren Innenstädten realisiert werden?
  • Was ist vor dem Hintergrund eingeschränkter Flächenmöglichkeiten und Flächenverfügbarkeiten im innerstädtischen Raum überhaupt realisierbar und wie kann das unter den Vorzeichen sich zuspitzender Wetterlagen sowie knapper Haushaltskassen überhaupt erfolgreich gelingen?
  • Welche Ideen/Strategien gibt es für Innenstädte? Welche Maßnahmen machen wann Sinn? Wie viel Grün ist genug?
  • Mobile Begrünung – wann macht sie Sinn?
  • Wie geht es unseren Stadtbäumen?
  • Welche klimaresilienten Pflanzen- und Baumarten eignen sich künftig?
  • Von Baumrigolen, Versicherungsmulden und sonstigen Bewässerungssystemen - wie kann Regenwasser künftig effektiv genutzt werden? Was ist technisch dafür notwendig?
  • Mit Blick auf die Klimaveränderungen – wie ist künftig mit Zielkonflikten (Bsp.: Wasserverbrauch) im innerstädtischen Raum umzugehen?
  • Welchen Beitrag kann multifunktionales Stadtgrün zu einer „gesunden“ bzw. gesundheitsbewussten Innenstadtentwicklung leisten?