Zwischennutzung als Erste-Hilfe-Maßnahme zur Wiederbelebung von Innenstädten?

In dieser Veranstaltung möchten wir den Fokus auf die transformative Kraft von Zwischennutzungsprojekten richten und deren Potenzial zur vitalen Neugestaltung unserer Innenstädte. Insbesondere in Zeiten des ständigen Wandels und der sich verändernden Einzelhandelslandschaft stehen Kommunen und Stadtplaner:innen vor der Herausforderung, Leerstand in Innenstädten zu überwinden und brachliegende Flächen wieder zu beleben sowie neue Nutzungen in der Innenstadt zu etablieren. In diesem Kontext erweist sich die Zwischennutzung als äußerst wirkungsvolles und impulsgebendes Instrument, um die Revitalisierung von Innenstädten voranzutreiben.

Zwischennutzungsprojekte ermöglichen es, Leerstand temporär zu aktivieren und den öffentlichen Raum neu zu gestalten, ohne langfristige Investitionen oder Verpflichtungen einzugehen. Sie bieten Raum für Experimente, Kreativität und Innovation, während sie gleichzeitig einen Anreiz für potenzielle Investor:innen und Nutzer:innen schaffen, sich langfristig in der Innenstadt anzusiedeln.

Unsere digitale Veranstaltung am 16.07.2024 von 09:00 - 12:00 Uhr lädt dazu ein, in einen konstruktiven Dialog einzutreten, um bewährte Praktiken zu teilen, Herausforderungen zu diskutieren und gemeinsam neue Perspektiven für die Revitalisierung unserer Innenstädte zu entwickeln. Wir freuen uns darauf, von den Erfahrungen und Erkenntnissen unserer Teilnehmenden zu lernen und gemeinsam die Frage zu diskutieren, inwiefern Zwischennutzung als Erste-Hilfe-Maßnahme das Herzstück unserer Städte neu beleben kann und was es dafür braucht.

Wir freuen uns auf den gemeinsamen Austausch!

 

Das Programm

Teil 1: Einführung und Einordnung des Themas

Im ersten Teil erwarten Sie spannende Impulsvorträge aus der Praxis zur Einführung und Einordnung des Themas.

  • Oliver Hasemann, Stadtplaner bei AAA GmbH Bremen, Netzwerk Zwischennutzung
  • Hanna Rancke, Projektgruppe Stadtmacher, Wohnbau Stadt Coburg GmbH
    Projekt: „Zwischenzeit Steinweg“
  • N.N., Sonderprojekt Zwischennutzung Galeria Kaufhof in der Seilwinderstrasse, hannoverimpuls
    Projekt: „aufhof“

Weitere externe Expert*innen und Praxisbeispiele für diese Veranstaltung kündigen wir so früh wie möglich an dieser Stelle an.

Teilen Sie uns in Ihrer Anmeldung gerne mit, welche Fragen und Themen in Ihrer praktischen Arbeit gerade relevant sind und welche Sie gerne mit uns vertiefend bearbeiten möchten.

Teilnahmegebühr:

  • Mitglieder: Kostenfrei
  • Nicht-Mitglieder: 370 € bei Einzelbuchung


Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und eine anregende Diskussion!

Viele Grüße vom Team der Innenstadt-Akademie IMORDE

---

Beispielfragen für die Vertiefung:

  • Welche konkreten Vorteile bietet Zwischennutzung als Erste-Hilfe-Maßnahme im Vergleich zu traditionellen Leerstandsstrategien für die Belebung von Innenstädten?
  • Welche Kriterien sollten Kommunen bei der Auswahl von Zwischennutzungsprojekten berücksichtigen, um langfristige positive Auswirkungen auf die Stadtentwicklung zu erzielen?
  • Wie können Stadtplaner*innen und Stadtentwickler*innen sicherstellen, dass Zwischennutzungsprojekte einen nachhaltigen Beitrag zur sozialen und kulturellen Vielfalt einer Innenstadt leisten?
  • Welche Herausforderungen und Risiken sind mit Zwischennutzungsmaßnahmen verbunden, insbesondere im Hinblick auf rechtliche Rahmenbedingungen und langfristige Stadtentwicklungsstrategien?
  • Inwiefern können Zwischennutzungsprojekte dazu beitragen, die Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit einer Innenstadt als Standort für Einzelhandel, Gastronomie und kulturelle Angebote zu steigern?
  • Welche Möglichkeiten gibt es, um die Beteiligung der lokalen Gemeinschaft und Interessengruppen an der Planung und Umsetzung von Zwischennutzungsprojekten zu fördern?
  • Wie können Zwischennutzungsinitiativen dazu beitragen, brachliegende Flächen und Gebäude in der Innenstadt temporär zu aktivieren, ohne langfristige Investitionen oder Verpflichtungen einzugehen?
  • Welche erfolgreichen Beispiele für Zwischennutzungsprojekte in anderen Städten können als Inspiration für die Entwicklung ähnlicher Initiativen in unserer Gemeinde dienen?
  • Wie kann eine Kommune sicherstellen, dass Zwischennutzungsprojekte im Einklang mit den langfristigen städtebaulichen Entwicklungszielen stehen und nicht zu einer kurzfristigen Verschlechterung des Stadtbildes führen?
  • Welche Rolle können digitale Technologien und virtuelle Plattformen bei der Förderung und Verwaltung von Zwischennutzungsprojekten in der Innenstadt spielen, insbesondere im Hinblick auf die Vernetzung von Interessengruppen und die Schaffung von Transparenz?